AgroNews Dezember 2008

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

 

wir begrüßen Sie zur letzten Ausgabe unserer AgroNews in diesem Jahr und nutzen die Gelegenheit, uns bei Ihnen für das wachsende Interesse an den Nufarm Produkten und den Nufarm AgroNews zu bedanken.

Schon jetzt freuen wir uns darauf, Sie auch 2009 kompetent und leistungsfähig im Pflanzenschutz begleiten zu dürfen. Werfen Sie doch einmal einen Blick auf unser Produktprogramm 2009. Wir haben unser Herbizidangebot in Getreide und Mais deutlich erweitert und wir werden Ihnen nun auch Nufarm Lösungen für den Raps bieten können.

Ihnen und Ihrer Familie wünschen wir ein besinnliches Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Neues Jahr!

 

Ihr

Dr. Peter Laux

und das Team der Nufarm Deutschland GmbH

 

„Dezember kalt mit Schnee, gibt Korn auf jeder Höh'.“





  1. Der Nufarm AgroMeteo

  2. Das Nufarm Produktprogramm 2009

  3. Ein neues Gesicht bei Nufarm

  4. Ein Blick über die Grenzen

  5. Die Getreide- und Ölsaatenmärkte zum Jahresende

  6. Termine

Der Nufarm AgroMeteo

 

Oft ruhiges Winterwetter!

 

In Österreich und der Schweiz sind einige Dörfer wegen Schneefalls von der Außenwelt abgeschnitten. Da muten die paar cm Neuschnee, die es in den letzten Tagen bei uns gab, eher brav an. Auch in den nächsten Tagen - nämlich an diesem dritten Adventswochenende - gibt es vor allem in der Osthälfte noch etwas Neuschnee oder auch Schneeregen. Im Westen ist es dagegen oft trocken, zeitweise scheint sogar die Sonne. Dabei steigen die Temperaturen im Süden kaum über den Gefrierpunkt, im Norden werden es immerhin bis an die 7 Grad.

 

Die neue Woche startet relativ trocken - und zwar überall in Deutschland. Lediglich in den typischen Hochnebelgebieten im Süden und Osten kann sich zwischendurch mal etwas Schneegriesel aus dem Dauergrau lösen. Ansonsten scheint auch mal länger die Sonne. Dabei steigen die Temperaturen leicht an - immerhin bekommen wir so 2 bis 8 Grad, im Nebel kann es jedoch auch frostig bleiben.

 

Ab Wochenmitte wird die Luft dann wieder feuchter, zum Teil wird es richtig nass-kalt. Immer wieder kann es leicht regnen oder nieseln, oberhalb  von 400  bis 600 Meter auch schneien. Auf jeden Fall haben wir es mit extrem unangenehmem Erkältungswetter zu tun mit 2 bis 5 Grad tagsüber und leichtem Frost nebst Straßenglätte in der Nacht. Passen Sie beim Autofahren nach der Weihnachtsfeier lieber auf, dass Sie nicht ins Schleudern kommen.

 

Das  4. Adventswochenende steht ganz im Zeichen von Regen, teils sogar mit böigem Wind. Temperaturen um die 8 Grad kommen uns ungemütlich nass-kalt vor, nachts gibt es nur vereinzelt Frost. Doch sobald es dann Weihnachten wird, verschwinden auch die Regenwolken. Der Langsfrist-Trend verspricht uns ein kräftiges und stabiles Hoch über die Weihnachtsfeiertage. Das bedeutet zwar vielerorts keine weiße Weihnachten, aber immerhin gibt es auch keinen Regen. Es ist oft sonnig, teils aber auch neblig trübe. Die Temperaturen bleiben unter der dauernden Hochnebeldecke im leichten Frost, sonst gibt es immerhin maximal plus 3 Grad. Vor allem im Süden pfeift uns ein kräftiger und eisiger Ostwind um die Ohren. Hier können nachts die Werte unter minus 10 Grad sacken. Im großen Rest Deutschlands bleibt es bei leichtem Frost um die minus 5 Grad.

 

So wie es jetzt scheint, gibt auch das Wetter über die Feiertage Weihnachtsruhe. Ich wünsche Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit und viel Spaß beim Plätzchen Backen oder Geschenke kaufen.

 

Ihr Nufarm AgroMeteo

 

 

Das Nufarm Produktprogramm 2009

 

Unser neuer Slogan: Wir lassen Erträge wachsen – steht für technische und wirtschaftliche Lösungen die überzeugen.

 

Neben den aus den Vorjahren bekannten Produkten können wir Ihnen in 2009 eine Reihe von neuen Produkten vorstellen.

 

Als besondere Highlights präsentieren wir Ihnen attraktive Lösungen in Getreide, Mais, Raps und Kartoffeln:

 

Zeagran ultimate hat kürzlich die 10- jährige Zulassung erhalten und besitzt durch seine MIXED-ESTER-Technologie eine superbreite Wirkung gegen Unkräuter in Mais. Die neue MIXED-ESTER-Formulierung von Zeagran ultimate ist hochverträglich und zeichnet sich durch hervorragende Mischbarkeit aus.

Das im Getreideanbau etablierte Flamenco FS steht ab 2009 als hoch wirksames Rapsfungizid zur Bekämpfung der Weißstängeligkeit (Sclerotinia sclerotiorum) zur Verfügung.

Das neue Produkt Spodnam DC** erhöht die Platzfestigkeit von Rapsschoten und minimiert somit Ausfallverluste.

Für den Kartoffelanbau wird 2009 das innovative Fungizid Canvas* mit dem neuen Wirkstoff Amisulbrom eingeführt, das die Mittelpalette der Landwirte zur Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule (Phythophtora infestans) erweitert und bereichert.

Solar* – Das verbesserte IPU, setzt einen neuen Maßstab bei Isoproturon. Es zeichnet sich durch eine sehr hohe Verträglichkeit aus und der Schlitteneffekt bewirkt eine beschleunigte Aufnahme der Wirkstoffe von Mischpartnern.

Carmina 640*, das neue Getreideherbizid für den universellen Einsatz im Herbst rundet das Angebot ab.

* Zulassung wird erwartet

** Listung wird erwartet

 


„Durch Kompetenz, Zuverlässigkeit und Marktverantwortung konnte Nufarm im laufenden Jahr seine Position in Deutschland und Europa weiter festigen und ausbauen. Wir werden auch im kommenden Erntejahr 2009 mit unserer noch weiter verstärkten Vertriebsleistung und unserem breiten Portfolio von bekannten und neuen Produktlösungen dazu beitragen, Landwirte und Handel in die Lage zu versetzen, bessere Erträge zu erwirtschaften. Diesen Weg wird Nufarm auch in Zukunft konsequent weiter gehen.“

 

Hugo Schweers,

Geschäftsführer

Köln, im November 2008

 


Hier können Sie sich die Produktliste 2009 herunterladen. Download
(ca. 3,92 MB)


Ein neues Gesicht bei Nufarm

 

Mein Name ist Mareike Bredtmann, ich bin seit November 2008 für den Bereich Marketing bei der Nufarm Deutschland GmbH zuständig.

 

Ich stamme von einem landwirtschaftlichen Betrieb im Rheinland und habe mich so schon früh für ein Studium der Agrarwissenschaft an der Fachhochschule Südwestfalen, Standort Soest, entschieden. Anfang 2006 konnte ich dies als Diplom Agraringenieur (FH) abschließen.

Anschließend entschied ich mich am Trainee Programm für Management-Nachwuchs der Agrarwirtschaft der DLG teilzunehmen um die Bereiche Marketing und Vertrieb in verschiedenen Firmen des Vor- und Nachgelagerten Bereiches kennenzulernen.

 

Meine Freizeit gestaltet sich durch Aktivitäten mit und in der Landjugend, besonders im agrarischen Bereich.

 

Sie erreichen mich im Büro unter der Telefonnummer 0221/179179-81 oder per E-Mail unter mareike.bredtmann@de.nufarm.com.

 

Ein Blick über die Grenzen

 

Mit unseren Nufarm AgroNews möchten wir Ihnen andere Länder, mal durch die Agrarbrille gesehen, näher bringen.

 

Kuba – Landwirtschaft zwischen Revolution und Reform

 



 

Überblick

Landesfläche   11 Mio ha 
Einwohnerzahl   11,3 Mio 
Bevölkerungsdichte   102 Einwohner/qkm 
BiP/Kopf u. Jahr   4.000 US$ 
Arbeitslosenquote   2 % 
Inflationsrate   7 % 
Wirtschaftswachstum   5 % 

Geschichte


Kuba, die größte Insel in der Karibik ist seit mehr als 4000 Jahren bewohnt, wie archäologische Funde zeigen. Die Insel wurde von Christoph Columbus Ende des 15. Jahrhunderts entdeckt und von ihm in spanischen Besitz genommen. Durch Kriege und eingeschleppte Krankheiten wurde die indianische Bevölkerung stark dezimiert. Das erste Ziel der Spanier war die Ausbeutung der Goldressourcen des Landes, die jedoch recht bald erschöpft waren. Im Anschluss daran wurde der sehr arbeitsintensive Zuckerrohranbau im Land forciert. Hierzu wurden Zehntausende Sklaven aus Afrika ins Land geholt, um den Arbeitsbedarf der Plantagen zu decken. In dieser Zeit bildete sich eine oligarche Oberschicht von Weißen, die die wichtigsten Ämter im Staat und der Verwaltung inne hatten. 1902 wurde Kuba nach 30 Jahre andauernden Kämpfen unabhängig von Spanien.  Nach dem Ende des spanisch-amerikanischen Krieges behielten sich die USA ein Interventionsrecht in Kuba vor, das bei Beeinträchtigung US-amerikanischer Interessen zur Anwendung kommen soll. Ein Überrest dieses Sonderrechts ist der noch heute existierende Militärstützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba. 1959 befreiten Fidel Castro und seine Anhänger das Land von der Militärdiktatur und errichteten eine sozialistische Diktatur. Hierbei wurden nicht nur Industrie- und Gewerbebetriebe verstaatlicht, sondern auch Großgrundbesitzer mit mehr als 64 ha Land. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks stürzte Kuba in eine tiefe Wirtschaftskrise, von der sich das Land nur zögerlich erholt. Noch heute ist Kuba eine der letzten sozialistischen Volkswirtschaften der Welt. In ersten Reformen sind kleinere Familienbetriebe zugelassen. Die Staatsbetriebe werden nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geleitet und öffnen sich langsam Joint Ventures mit ausländischen Firmen. Daneben hat sich ein ausgeprägter Schwarzmarkt im Land entwickelt.

 

Landwirtschaft

 

Kubas Klima ist tropisch und wird vom Nordostpassat geprägt (Durchschnittstemperatur 27 °C und 1350 mm Niederschlag). Das Jahr lässt sich in die trockene Jahreszeit von April-November und eine regnerische Zeit von Mai bis Oktober einteilen. Kuba besitzt relativ viel Bodenschätze, v.a. Nickel, Kupfer und andere Eisenerze. Die Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle und beschäftigt 18 % der Bevölkerung und trägt zu 5 % zum BIP bei (Industrie 30 %, Dienstleistung 65 %). Wichtigste Kultur im Anbau ist das Zuckerrohr, gefolgt von Tabak, Kaffee, Zitrusfrüchten und Kartoffeln. Die Zuckerproduktion im Land beträgt 3,5 Mio. Tonnen und ist mit 75 % wichtigstes Exportgut  des Landes. Nach 1990 ist die Agrarproduktion v.a. auf dem tierischen Sektor um mehr als 40 % eingebrochen. Zur Versorgung der 11 Mio. Einwohner müssen ca. 50 % der Nahrungsmittel importiert werden. Ein Grund hierfür ist die geringe Produktivität der landwirtschaftlichen Betriebe.  Die landwirtschaftliche Nutzfläche befindet sich im Staatsbesitz und wird zum größten Teil von Genossenschaften als Nachfolger der Staatsbetriebe bewirtschaftet. Lediglich 15 % der Fläche wird von privaten Bauern gewirtschaftet, die sich erst mühsam modernes betriebswirtschaftliches Know-how aneignen müssen. Hinzu kommt das geringe Ansehen der Arbeitstätigkeit in der Landwirtschaft bei den Kubanern. Die Preise für Betriebsmittel und die Ernteprodukte unterliegen noch immer strengen staatlichen Regularien.

Aufgrund der weltweit starken Ethanolnachfrage soll die Zuckererzeugung in den nächsten Jahren wieder ausgebaut werden und den früheren Umfang von 7 Mio. Tonnen erreichen um mehr Devisen ins Land zu holen. Ein Zuckerrohrfeld wird mit Stecklingen angepflanzt und erbringt  2-3 Jahren nach der Pflanzung die erste Ernte. Anschließend kann bis zu 5 Jahre auf dem gleichen Feld geerntet werden. Ein erneuter Anbau nach dieser Zeit in Monokultur ist unproblematisch. Durch die ganzjährige Vegetation, kann eine Zuckerfabrik 200 – 300 Tage im Jahr mit Rohstoff versorgt werden und zu günstigen Kosten Zucker bzw. Ethanol herstellen. Die Forstwirtschaft erlangte in den vergangenen Jahren ebenfalls wiederum größere Bedeutung, da 20 % der Landesfläche bewaldet sind. Aufgrund der günstigen klimatischen Gegebenheiten und aus Mangel an Betriebsmitteln hat sich in Kuba  ein erfolgreicher Zweig an Ökobetrieben entwickelt, der seine Produkte (v.a. Obst und Gemüse)  an internationale Konzerne vermarktet. Trotz vieler Sorgen und Probleme sind die Kubaner ein lebenslustiges und liebenswertes Volk, das Touristen der ganzen Welt gerne als Reiseziel aussuchen.

 

Die Getreide- und Ölsaatenmärkte zum Jahresende

 

Der Getreidemarkt

 

Weiterhin befinden sich die Agrarmärkte fest im Griff der anhaltenden globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Positiv zu bewerten ist, dass per Ende November Dank eines günstigen Eurokurses und großzügiger Exportlizenzen bereits die dreifache Menge an Weizen (gegenüber dem Vorjahr) aus dem Europaraum abgeflossen ist.

Leider ist aber auch die Unterstützungslinie an der Matif bei €130,-t  unterschritten und es ist zu befürchten, dass dies vorerst auch so bleibt. Mitverantwortlich dafür ist der anhaltende Mengendruck aus der Ukraine und Russland. Hinzu kommt, dass Russland seine Exporte mittels verschiedenster Subventionen wie Transport- und Kredithilfen sowie Steuererleichterungen demnächst unterstützen wird Trotz intakter Fundamentaldaten ist für die nächsten Wochen deshalb bestenfalls mit einer Seitwärtsentwicklung am Weizenmarkt zu rechnen. Erst mit Vorliegen positiverer Wirtschaftsmeldungen oder Prognosen zur neuen Ernte wird sich diese Marktlage ändern.

 


Entwicklung der Januar - Weizenpreise an der Matif
Quelle: www.ernaehrungsdienst.de

 

Rapsmarkt

 

 

Die Rapsnotierungen können sich nicht von der Schwäche des Rohölpreises abkoppeln. Außerdem drückt nach wie vor die große weltweite Rapsernte auf die Preisentwicklung. Deshalb ist zu befürchten, dass auf Sicht die Preise unter der €300t Marke an der Matif bleiben. Etwas Hoffnung hinsichtlich des weiteren Trends kann eventuell die angestrebte Rechtsklarheit zu Nachhaltigkeitszertifikaten bei der Einfuhr von Palmöl in die EU bringen. 

 

 


Entwicklung der Februar - Rapspreise an der Matif
Quelle: www.ernaehrungsdienst.de

Termine

   
13.-15. Januar 2009   DLG Wintertagung   Berlin 
   
20.-22. Mai 2009   Agrofarm Russia   Moskau 
   
5.-7. Juni 2009   Opolagrar   Oppeln 
   
8.-9. September 2009   PotatoEurope 2009   Emmeloord 
   
10.-14. November 2009   Agritechnica 2009   Messegelände Hannover 
   

Regelmäßig das neueste vom Industrieverband Agrar aus Wissenschaft und Forschung rund um das Thema Pflanzenschutz unter www.profil.iva.de

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